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Absinthiades 2015

Welch ein Charme, welch Genuss, die Absinthiades 2015. Letztes Wochenende haben wir uns auf die Route d'Absinth begeben mit dem Ziel in Pontarlier (Frankreich) die 15te Absinthiades zu besuchen. In Pontarlier angekommen, bezogen wir zuerst unser Hotel, kurzer Bekleidungswechsel und dann ging es auf, in das malerische Städtchen, vorahnungsgemäss mit dem Taxi. Der Arme Fahrer war bereits erstaunt ob unserer Bekleidung. Nach kurzer Fahrt, standen wir vor unserem Ziel dem "Théâtre Bernard Blier" mit dem "Salon des Collectioneurs" und der Degustation diverser Absinthe. Bereits beim Betreten des Theaters wurden wir mit Blicken durchlöchert und obwohl wir doch für eine Hundertjahrfeier passend gekleidet waren schienen wir Einzigartigkeit auszustrahlen. Ja, Pontarlier sah anscheinend noch nie zuvor Steampunks. Dies ist gewiss nicht als Mangel zu verstehen, denn umso herzlicher wurden wir begrüsst und alsbald stellte man uns Tausend Fragen und ständig wurde man auf Lichtbildern und anderem festgehalten… Wir waren amüsiert.

Salon des Collectionneurs - Im Zentrum stand ein grosser Turm mit dem diesjährigen Absinth, wie jedes Jahr wurde zu ehren der Absinthiades ein besonderer Absinth destilliert (natürlich hat eine Flasche den Weg in unser Heim gefunden…). Lies man dann seinen Blick weiterschleifen, so sah man eine kleine Auswahl von verschiedenen Ständen mit einem Sammelsurium rund um den Absinth, Löffel, Fontaines, Plakate, Schokoladen und Oldtimer. 

Nach einem kurzen umsehen, begaben wir uns an die Absinthbar zur Degustation. Was für ein Bild, ein kompletter Tresen voller Absinth, nicht eine, nicht zwei, sondern etwa 50 Sorten strahlten uns entgegen. Welche soll man probieren, welche lieber nicht. Nach kurzem beratschlagen mit einem der „Amis du Museum Pontarlier“ entschieden wir uns für 4 verschiedene Sorten und degustirten diese. Von 38%-65% Alkoholgehalt, und diversem Geschmack, natürlich klassisch zubereitet: Löffel, Zucker und Eiswasser - betröffelt bis zur Trübung. Ein wahrlich wundersames Erlebnis für Auge und Gaumen. Der Tag war noch jung und unsere Gedanken nun auch, wenn ihr versteht was ich meine. So wollten wir natürlich Absinth erwerben, doch fehlte in diesem Sammelsurium ein Verkaufsstand, "nur" probieren war die Devise. Unser Charme hilft in solchen Fällen immer und sofort half uns eine der charmanten Damen der „Amis du museeum Pontarlier“ und holte ihre Kollegin, welcher zufälligerweise das ansässige Absinthgeschäft gehört. Die Edle Dame geleitete uns mit Wonne zu Ihrem Geschäft, welches nur ein paar Querstrassen weiter seinen Platz fand. Nicht sehr gross aber gut Sortiert fanden sich in dem Laden noch einige Sorten mehr, sowie Whiskey und Wein. Nach kurzem verweilen begaben wir uns auf die Strassen von Pontarlier um in Ruhe das Programm der Absinthiades zu studieren.

Unser nächstes Ziel wurde die „Chapelle des Annonciades“ - Kunst zu Thema Absinthverbot, ein wunderbarer Raum um Kunst zu zeigen. Interessante Objekte und Bilder zeigten sich unserem Auge. Besonders spannend die Entwürfe der diesjährigen Absint-Jubiläums-Etikette. Gleich über die Strasse fanden wir auch bereits unsere nächste Station, das „Musée de Pontarlier“, kurz den Moment vor dem Eingang eingefangen und dann hinein in die Sonderausstellung zum Thema Absinth. Hier tat sich die Geschichte des Absinths vor unseren Augen kund. Von der Entstehung des Absinths, zu Gebrauchsgegenständen, Destillen, bis hin zur Geschichte der Destilliere Pernod und ihrem Wahnsinnsbrand. Bei welchem die Mitarbeiter den gesamten Absinth im Fluss ausleerten um den Brand nicht noch grösser werden zu lassen. Das Resultat war, dass der Fluss bis zum nächsten Flussmündung Absinthgeschmack hatte, also Glas geschnappt, in Fluss getaucht et Voilà, Absinthgenuss. Ebenso interessant waren die "Warnenden Bilder", der Tod als ständiger Begleiter des Absinths, und die Opfer des Alkohols.

So wurden auch wir wieder langsam nüchtern. Also begaben wir uns auf den Weg zur Destilliere Guy. Dort angekommen, nahm man sich wiederum unser sehr freundlich und grosszügig an. Grosszügig im Sinne von wir durften, oder eher „mussten“ uns durch das gesamte Angebot degustieren. Welch, *Hips*, Erlebnis. Tolle Absinthe, geniale Liköre, freundliche Mitarbeiter und ein sympathischer Chef. Ein RIESE, von einem Chef (man sehe die Lichtbilder). Natürlich mussten wir nach dem Lichtbild noch standesgemäss mit dem Chef an der Bar einen trinken. Tolles Erlebnis, so viel Absinth haben wir in den letzten 2 Jahren nicht getrunken. Noch schnell den Fabrikladen besucht und dann ging es auch schon weiter.

Die letzte Station unseres Ausflugs - Taverne Haut-Dubous - Wir wussten das verschiedene Restaurants sich zu Ehren der Absinthiades ein Absinthmenu einfallen liessen. Durch einen Tipp wurde uns diese Taverne empfohlen. Nach schwummrigem Fussmarsch angekommen, wurden wir herzlich begrüsst und an unseren Table gebracht, von einer als "Grüne Fee" gekleideten Bediensteten – Wir waren äusserst amüsiert, oder verzückt – so genau war das in dem Zustand nicht mehr zu bestimmen. Nun folgte das Menu d'Absinthiades, man beachte die Fotos. Ein wahrer Gaumenschmauss, köstlich vom Cocktail bis hin zum Dessert.

Nach erfolgreicher Rückkehr in das Hotel endete unser Ausflug an die Absinthiades 2015 und wir werden nächstes Jahr bestimmt wieder dabei sein. Also grosse Empfehlung unsererseits.

Es wäre gar eine Überlegung wert einen Ausflug für Euch zu organisieren, wär das was? Meldet Euch doch einfach mal zu diesem Thema!

news
27.08.2016:

Unser Laden wurde eröffnet

24.05.2015:

Wir sind wieder online!